Ginter schockiert: Wiederholte Patzer schmerzen tief!

Ginter schockiert: Wiederholte Patzer schmerzen tief!

Freiburg konnte gegen Frankfurt zwar in letzter Minute noch das Unentschieden sichern, doch Matthias Ginter zeigte sich nach dem 2:2 enttäuscht. Vor allem ärgerte ihn, dass die Gegentore erneut durch individuelle Fehler zustande kamen, wie schon in den jüngsten Spielen zuvor.

Obwohl Freiburg erst in der 87. Minute durch einen cleveren Freistoß von Vincenzo Grifo zum Ausgleich kam, war die Freude im Team getrübt. Grifo konnte Frankfurts Torhüter Kaua Santos an der kurzen Ecke überraschen, doch das reichte nicht aus, um die Stimmung zu heben. Ginter erklärte: „Wir haben sie auch eingeladen zu beiden Gegentoren.“

Der Verteidiger betonte, dass man ansonsten gut gespielt habe, besonders in der zweiten Halbzeit habe man kaum Chancen zugelassen. Trotzdem war es für Ginter frustrierend, zur Pause im Rückstand zu liegen. Auch der Trainer Julian Schuster schloss sich der Kritik an und verwies auf individuelle Fehler als Ursache für die Gegentore.

Das Spiel war geprägt von Patzern auf beiden Seiten. Nach einem misslungenen Querpass von Frankfurts Robin Koch nutzte Derry Scherhant die Gelegenheit zur frühen Freiburger Führung. Kurz darauf unterliefen jedoch auch den Freiburgern Fehler: Erst verlor Johan Manzambi bei der Freistoßausführung den Ball, dann versuchte Lukas Kübler zu klären, traf aber unglücklich Lucas Höler, von dem der Ball zu Jonathan Burkardt sprang – das 1:1.

Auch beim zweiten Frankfurter Tor war ein Freiburger Fehler entscheidend. Jordy Makengos Befreiungsschlag blieb an Can Uzun hängen, der den Ball verwerten konnte. Ginter kommentierte: „Einfache Gegentore haben wir immer mal wieder drin. Diesmal waren es wieder zwei Geschenke.“ Damit spielte er auch auf frühere Spiele an, in denen ähnliche Fehler zu Gegentreffern führten.

In den letzten Wochen passierten dem SC Freiburg mehrere solcher Missgeschicke, etwa Noah Atubolu beim 1:1 in Bologna oder das Missverständnis zwischen Grifo und Anthony Jung gegen Hoffenheim. Insgesamt führten vier individuelle Fehler zu vier Gegentoren – eine schmerzhafte Bilanz aus Sicht der Freiburger.

Ginter zeigte sich enttäuscht: „Wenn man zwei Tore schießt gegen Eintracht Frankfurt, sollte es eigentlich auch reichen. Deswegen ärgert es einen umso mehr, dass man die schwierigen Dinge meistens echt gut macht und die einfachen Sachen manchmal nicht.“ Er wollte den betroffenen Spielern aber keine Vorwürfe machen und äußerte Unklarheit über die Ursachen.

Trainer Schuster meinte, Makengo hätte zur Klärung auch einfach ins Aus spielen können und betonte: „Zum Glück sprechen wir über diesen Punkt, dass wir individuelle Fehler haben, die vermeintlich einfach abzustellen sind. Wenn wir jetzt über andere, größere Themen sprechen müssten, dann müsste ich mir noch mal andere Gedanken machen.“

Schuster hob hervor, dass Fehler im Fußball dazugehören, unabhängig vom Alter der Spieler. Auffällig war, dass sowohl junge Akteure wie Manzambi, Makengo und Atubolu als auch erfahrene Spieler wie Grifo und Jung beteiligt waren. Entscheidend sei für ihn die Reaktion des Teams: „Für mich ist immer total wichtig: Wie reagiert man? Wie geht man damit um? Diese Reaktion war im Spiel gegen die Eintracht positiv.“

Freiburg zeigte Moral, erarbeitete sich in der zweiten Halbzeit weitere Chancen und holte zumindest noch einen Punkt. Ginter hatte in der Schlussphase sogar noch die Möglichkeit zum Sieg, doch sein Schuss prallte nur an den Pfosten – das Unentschieden blieb bestehen.

Related Articles

Back to top button
Close