Lynens Pechsträhne: „Alle zwei, drei Wochen kommt ein Witz“

Lynens Pechsträhne: „Alle zwei, drei Wochen kommt ein Witz“

Senne Lynen wartet weiterhin auf seinen ersten Treffer für den SV Werder Bremen, doch scheint ihn dieser Umstand kaum zu belasten. Im Mittelpunkt stehen für ihn derzeit ganz andere Themen, unter anderem die bevorstehende Geburt seines zweiten Kindes in Belgien, die ihn privat stark beschäftigt.

Lynen ist bekannt für seine schnelle Auffassungsgabe, was sich auch in Interviews widerspiegelt. Oft überspringt er Themen mit einem schnellen „blablabla“, um direkt zum nächsten Punkt zu kommen. Nach dem Spiel gegen Bayern München erklärte er etwa: „Wir haben nach dem Bayern-Spiel gesagt, dass für uns die Saison jetzt erst losgeht, weil der Auftakt schwierig war und blablabla …“

Der Mittelfeldspieler sieht wenig Sinn darin, über schwierige Saisonstarts oder vergangene Spiele zu sprechen. Für ihn zählt vor allem der jüngste Erfolg von Werder Bremen, als die Mannschaft gegen den FC St. Pauli den ersten Heimsieg der aktuellen Bundesliga-Saison feiern konnte.

„Ich bin sehr, sehr froh darüber“, sagte Lynen nach dem 1:0-Erfolg und betonte: „Jetzt geht es los.“ Die kommenden Begegnungen gegen Heidenheim und Union Berlin sieht man am Osterdeich als potenziell leichter an, da beide Teams derzeit auf den unteren Tabellenplätzen stehen. Lynen will sich von solchen Einschätzungen jedoch nicht beeinflussen lassen.

Er bleibt vorsichtig, wenn es um Prognosen für den weiteren Saisonverlauf von Werder Bremen geht. „Ich glaube, dass man jetzt noch nicht einschätzen kann, wo es genau hingeht“, erklärte der Belgier. Auf die Frage nach seinem persönlichen Gefühl antwortete er: „Mein Gefühl ist: nur nach oben.“ Dennoch stellt er klar: „Es geht um Siege.“

Neben dem Fußball steht für Lynen derzeit die Familie im Mittelpunkt. Die baldige Geburt seines Kindes ist für ihn ein wichtiger Moment, für den er selbstverständlich nach Belgien reisen wird, sobald es losgeht. Ein sportliches Erfolgserlebnis wie sein erstes Bundesliga-Tor wäre für ihn ein zusätzliches Highlight.

Sein Teamkollege Cameron Puertas, mit dem er bereits bei Saint-Gilloise zusammenspielte, scherzte kürzlich, er wolle Lynen zu seinem ersten Treffer verhelfen. Lynen reagierte humorvoll: „Dann soll er mal sein Bestes geben.“ Doch der zentrale Mittelfeldspieler sieht seine Hauptaufgabe darin, das Spiel zu ordnen und zu lenken.

Innerhalb der Mannschaft wird Lynens Torflaute gelegentlich zum Thema, doch nimmt er es gelassen. „Alle zwei, drei Wochen kommt ein Witz“, berichtet er – und begegnet dem Thema mit einem Lächeln: „Alles gut.“ Es scheint, als habe Lynen den Blick längst wieder nach vorne gerichtet, stets offen für neue Herausforderungen.

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