Steht Eberl vor dem größten Karrieresprung seiner Laufbahn?
Der Vorstand der FC Bayern München AG befindet sich derzeit im Umbruch. Nach dem Ausscheiden von Michael Diederich vor einer Woche übernehmen aktuell Jan-Christian Dreesen und Max Eberl die Geschäfte. Dreesen, der bereits von 2013 bis 2023 als Finanzvorstand tätig war, führt nun als CEO auch das Finanzressort.
Mit dem Jahreswechsel wird Rouven Kasper vom VfB Stuttgart in das Führungsgremium zurückkehren. Er soll die Bereiche Marketing und Vertrieb verantworten und könnte möglicherweise, wie zuvor Diederich, direkt zum stellvertretenden CEO ernannt werden. Kasper ist kein Unbekannter beim FC Bayern, er leitete bereits das Büro in Shanghai von 2016 bis 2021.
Trotz der Umstrukturierungen im Vorstand läuft es sportlich für den deutschen Rekordmeister nahezu perfekt. Der FC Bayern ist mit zehn Siegen aus den ersten zehn Pflichtspielen optimal in die neue Saison gestartet. Die Mannschaft zeigt sich unter Trainer Vincent Kompany spielfreudig und diszipliniert, der Kader harmoniert und erfüllt die Erwartungen.
Präsident Herbert Hainer, der zugleich dem Aufsichtsrat vorsitzt, ist für die Anpassung des Organigramms verantwortlich. Er gilt als Unterstützer von Max Eberl und zeigte sich mit dessen Arbeit, insbesondere im abgelaufenen Transferfenster, sehr zufrieden. Hainer hatte sich bereits im Jahr 2024 maßgeblich für Eberls Verpflichtung eingesetzt.
Die Entscheidung, wer künftig den Posten des stellvertretenden CEO übernehmen wird, liegt nun beim Kontrollgremium. Hainer will dem Aufsichtsrat in Kürze einen Vorschlag unterbreiten, um das Vorstandsteam zu komplettieren. Bis zur Jahreshauptversammlung am 2. November strebt der Präsident größtmögliche Stabilität an.
Unabhängig von den Veränderungen in der Führungsspitze bleibt der sportliche Fokus erhalten. Das Oktoberfest bot den Spielern und Verantwortlichen zudem Gelegenheit, sich abseits des Platzes auszutauschen und den erfolgreichen Saisonstart gemeinsam zu feiern.




