Wagner sorgt für Aufsehen: Kein einziger hält unseren Spielstil für schlecht!
Der FC Augsburg steht vor einer schwierigen Aufgabe: Nach vier Niederlagen in Folge muss Trainer Sandro Wagner erstmals in seiner Bundesliga-Karriere eine echte Krise bewältigen. Besonders die Art und Weise der jüngsten Auftritte sorgt für Unruhe. Vom typischen Kampfgeist und der Leidenschaft, die den FCA sonst auszeichnen, war zuletzt wenig zu sehen.
Sandro Wagner zeigt sich vor dem wichtigen Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg selbstkritisch: „Wir haben jetzt zwei richtig schlechte Spiele gehabt. Da war sehr viel schlecht“, erklärt er offen. Für Augsburg ist die Partie richtungsweisend, denn weitere Niederlagen könnten einen Negativrekord bedeuten.
Die Mannschaft steht unter Zugzwang, wie Wagner betont: „Die Mannschaft weiß, dass sie jetzt gefordert ist hier zuhause.“ Trotzdem hält er an seiner Spielphilosophie fest: „Wir nehmen die Mannschaft weiterhin mit, weil wir gemeinsam auf die Reise gehen wollen. Deshalb wäre es ja Quatsch, nach ein paar Spielen, die nicht gut waren, die Philosophie oder die Richtung zu ändern.“
Dennoch kündigt Wagner personelle Veränderungen an. Nach dem enttäuschenden Auftritt in Heidenheim hat er den Konkurrenzkampf neu entfacht und macht deutlich: „Wir haben das am Sonntag nochmal in einer guten Deutlichkeit wiederholt und nochmal klargemacht, dass jeder willkommen ist, sich zu zeigen. Dass wir unbedingt jetzt ein gutes Heimspiel machen wollen. Es wird auf jeden Fall Änderungen in der Startelf geben.“
In der Abwehr könnte Nachwuchsspieler Noahkai Banks eine Chance erhalten, da Cedric Zesiger zuletzt schwächelte. Auf der linken Seite wird Dimitrios Giannoulis beginnen, während Marius Wolf rechts bleiben dürfte, aber sich deutlich steigern muss. Im Mittelfeld sind Han-Noah Massengo und Kristijan Jakic zwar erste Wahl, konnten zuletzt aber nicht überzeugen. Elvis Rexhbecaj könnte mit seinem Einsatz gegen seinen Ex-Klub ein Zeichen setzen.
Im Angriff setzte Phillip Tietz nach seiner Einwechslung in Heidenheim einen Lichtblick. Er erzielte auch beim letzten Augsburger Heimsieg gegen Wolfsburg das entscheidende Tor. Nun gilt es, eine Reaktion zu zeigen: Fünf Niederlagen in Serie wären Vereinsnegativrekord, zudem droht die fünfte Heimniederlage in Folge – ein Novum für den FCA in der Bundesliga.
Wagner blickt dennoch optimistisch auf die Partie: „Ich würde einfach das Positive sehen: Wir können am Samstag in eine gute Richtung starten. Wir haben die Chance, mit einem guten Spiel, mit einer geilen Einstellung Feuer zu entfachen. Alles andere kommt dann von allein.“
Die Begegnung gegen Wolfsburg wird also nicht nur für die Tabelle, sondern auch für das Selbstverständnis des Teams entscheidend sein. Wagner und seine Mannschaft wissen: Es braucht jetzt eine klare Antwort auf dem Platz, um die Negativserie zu beenden und das Vertrauen der Fans zurückzugewinnen.




