Simonis schockiert: Startelf-Garantie für einen ehemaligen Augsburger!
Beim VfL Wolfsburg steigt vor dem Spiel in Augsburg die Spannung. Während des Vormittagstrainings am Donnerstag kam es zu einem lautstarken Wortwechsel zwischen Kapitän Maximilian Arnold und Torwart Pavao Pervan. Trainer Paul Simonis sieht die Auseinandersetzung gelassen: „Das ist kein Problem für mich“, betont er. Emotionen im Training seien ihm sogar lieber als fehlende Leidenschaft, und vergleicht die Intensität mit hitzigen Schachpartien gegen seinen Vater.
Die Wolfsburger haben in den letzten 15 Bundesligaspielen nur zweimal gewonnen. Für einen Verein mit internationalen Ambitionen ist das eine enttäuschende Bilanz. Besonders nach einer schwachen Vorbereitung stellt sich die Frage, wie die Mannschaft mit dieser Serie umgeht. Doch Simonis bleibt optimistisch und ist überzeugt, dass sein Team Fortschritte macht.
Die mangelnde Chancenverwertung bereitet dem neuen Coach allerdings Sorgen. Besonders beim 0:1 gegen Leipzig wurden zahlreiche Gelegenheiten vergeben. Im Spiel gegen den FC Augsburg muss Simonis seine Startelf zwangsläufig umbauen, da Jonas Wind erneut mit Wadenproblemen ausfällt. „50:50“ sei die Chance auf einen Einsatz, aber ein Startelfplatz ist ausgeschlossen.
Stattdessen kehrt Dzenan Pejcinovic, der früher beim FCA ausgebildet wurde, in die Anfangsformation zurück. Simonis lobt seinen Stürmer ausdrücklich: „Dzenan spielt mit einer hohen Intensität, wir lieben das.“ Für das Spiel in Augsburg hält er Pejcinovic für die beste Option im Angriff. Auch über die Entwicklung von Aaron Zehnter, ebenfalls ein Ex-Augsburger, äußert sich der Trainer positiv.
Zehnter profitierte zu Saisonbeginn vom verletzungsbedingten Ausfall von Konkurrent Joakim Maehle und traf beim Heimspiel gegen Mainz. Nach einer Vorlage bei der U21 sitzt er jedoch wieder auf der Bank. Simonis begründet: „Joakim ist die Nummer eins, Aaron ist die Nummer zwei – das bleibt.“ Trotz Zehnters guten Leistungen bleibt Maehle also gesetzt, darf sich aber keine Fehler mehr erlauben.
Die Wolfsburger Viererkette dürfte in Augsburg unverändert bleiben. Vor Kapitän Arnold trainierten am Donnerstag Vinicius Souza und Mattias Svanberg auf der Doppelacht. Simonis garantiert beiden einen Platz in der Startelf, ebenso wie dem späten Neuzugang Adam Daghim. Auf den Flügeln setzt der Trainer auf Tempo: Rechts startet Daghim, da Andreas Skov Olsen weiterhin Knieprobleme hat, links ist Mohammed Amoura gesetzt.
Mit diesem schnellen und aggressiven Ansatz will Wolfsburg in Augsburg den zweiten Saisonsieg einfahren und endlich wieder als Team überzeugen. Dabei setzt Simonis auf frischen Wind und klare Hierarchien in seiner Aufstellung.




