Stage schockiert: Werder taumelt – wie lange noch?
Nach dem überzeugenden Auftritt gegen Gladbach, aber schwächeren Leistungen gegen Freiburg und in München, sieht Jens Stage bei Werder Bremen deutlichen Verbesserungsbedarf. Besonders das „Mindestniveau“ müsse laut dem Mittelfeldspieler dringend nach oben geschraubt werden, um mehr Konstanz zu erreichen.
Die Torwartfrage bleibt nach wie vor offen, da Mio Backhaus aufgrund seiner Schulterverletzung vermutlich auch am kommenden Samstag gegen den FC St. Pauli noch nicht einsatzfähig sein wird. Trotzdem herrscht auf der Torwartposition wenig Unruhe, da Karl Hein bereits zuletzt gegen den FC Bayern als verlässlicher Vertreter glänzte und viel Lob erhielt.
Jens Stage lobte dabei insbesondere die „Ausstrahlung“ von Nationalkeeper Hein. Zur allgemeinen Konkurrenzsituation im Bremer Tor äußerte sich Stage hingegen zurückhaltend und verwies stattdessen auf einen weiteren Teamkollegen: „Markus Kolke würde das Torwart-Team demnach ja ideal ergänzen. Ich bin sehr zufrieden damit“, erklärte Stage.
Statistisch gesehen gibt es jedoch Anlass zur Sorge: Nach fünf Spieltagen hat Werder Bremen mit 14 Gegentoren die schwächste Defensive der Bundesliga. Nur in den Spielzeiten 1967/68 und 2016/17 kassierte das Team nach genauso vielen Begegnungen noch mehr Gegentreffer.
Stage erläuterte: „Wir haben zu viele Gegentore gegen Spielende bekommen, weil wir selbst noch ein Tor machen wollten …“. Diese Schwankungen in den Leistungen bereiten dem dänischen Mittelfeldspieler Kopfzerbrechen. „Die Ausschläge zwischen gut und schlecht sind zu groß“, kritisierte der 28-Jährige offen.
Trotz des vorhandenen Potenzials im Kader sieht Stage die Problematik vor allem in Partien, in denen Werder unter den eigenen Möglichkeiten bleibt. Er betont: „Das Mindestniveau müssen wir anheben.“ Besonders die starke Leistung beim 4:0-Sieg in Gladbach hebt er als positives Beispiel hervor.
Nach seiner Verletzung zu Saisonbeginn ist Stage nun wieder zunehmend gefordert. In München konnte er acht Zweikämpfe für sich entscheiden und gewann beeindruckende 87 Prozent davon. Trotz der klaren Niederlage zeigte er zumindest phasenweise jene Verbindungsspieler-Qualitäten, auf die Werder im Zentrum angewiesen ist.




