Hammer-Urteil: HSV scheitert mit Einspruch – Sperre für Fabio Vieira bleibt!
Der Hamburger SV muss in den kommenden Bundesligaspielen auf den portugiesischen Neuzugang Fabio Vieira verzichten. Das DFB-Sportgericht bestätigte am Dienstag die Sperre von zwei Spielen nach einem umstrittenen Platzverweis gegen Union Berlin. Der Einspruch des Vereins blieb erfolglos.
Die bisherige Bilanz des HSV als Aufsteiger fällt mit fünf Punkten aus fünf Spielen eher durchwachsen aus. Nach dem torlosen Unentschieden gegen den 1. FC Union Berlin am Sonntagabend rückte Fabio Vieira in den Mittelpunkt, nachdem er in der Nachspielzeit für ein hartes Einsteigen die Rote Karte sah.
In der Szene war Vieira mit gestrecktem Bein in einen Zweikampf mit Leopold Querfeld gegangen. Schiedsrichter Deniz Aytekin zeigte daraufhin sofort Rot – eine Entscheidung, die von vielen als streng beurteilt wurde. HSV-Trainer Merlin Polzin äußerte sich direkt nach Abpfiff bei DAZN: „Ich sehe keinen Kopftreffer und stattdessen, wie Fabio zurückzieht. Er versucht in der Szene, die Dynamik rauszunehmen. Ich vertraue darauf, dass es dafür keine lange Sperre gibt.“
Trotz dieser Hoffnung blieb das Sportgericht hart und belegte Vieira wegen rohen Spiels mit einer Sperre für zwei Ligaspiele. Betroffen sind das Heimspiel gegen Mainz sowie das Auswärtsspiel bei RB Leipzig nach der Länderspielpause. Damit steht fest, dass der Einspruch des HSV, die Strafe abzumildern, abgelehnt wurde.
Nach Informationen von kicker hatte der Verein am Montag noch versucht, die Sperre auf ein Spiel zu reduzieren. Auch der Bericht von Schiedsrichter Aytekin hätte für mildernde Umstände sorgen können. Aytekin erklärte nach dem Spiel: „Er zieht zurück und trifft ihn dann am Oberkörperbereich. Wir werden natürlich reinschreiben, dass er versucht, das Bein zurückzuziehen. Aber am Ende ist es so: Hohe Dynamik, er trifft seinen Gegenspieler. Du darfst halt so nicht reingehen. Insbesondere an der Mittellinie.“
Zu allem Überfluss zog sich Fabio Vieira bei der Aktion auch eine Verletzung zu. Wie lange der Mittelfeldspieler aus Portugal nun auch im Training fehlen wird, ist derzeit noch unklar. Allerdings gab es bereits erste Entwarnungen hinsichtlich der Schwere der Blessur.




