Hjulmand deckt Bayer Leverkusens Schwächen schonungslos auf!

Hjulmand deckt Bayer Leverkusens Schwächen schonungslos auf!

Trotz einer langen Liste von Schwächen bei Bayer 04 Leverkusen erhält der neue Trainer Kasper Hjulmand in dieser Woche erstmals die Gelegenheit, gezielt an den Problemen seiner Mannschaft zu arbeiten. Nach seinem Amtsantritt war Hjulmand vor allem mit kurzfristigen Spielvorbereitungen beschäftigt, wodurch gezielte Trainingsarbeit bislang kaum möglich war.

Nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach formulierte Hjulmand eine umfassende Mängelliste: Die Spielstruktur, das Herausspielen von Chancen, die Integration von Mittelstürmer Patrik Schick, das Gegenpressing, die Organisation im Aufbau- und Positionsspiel sowie die Verteidigung von Standardsituationen müssten dringend verbessert werden. Für Hjulmand bleibt daher viel zu tun.

Der Däne beschreibt seine erste Woche als „hektisch“ und bemängelt, dass kaum Training stattfand: „Wir haben so viele Änderungen in den Spielen vorgenommen. Wir müssen das Spielmanagement für etwas gestalten, auf das wir uns nicht besonders vorbereitet haben.“ Nun, nach einem freien Tag, kann Hjulmand erstmals mit dem gesamten Team gezielt arbeiten.

„Jetzt haben wir eine volle Woche. Am Mittwoch und Donnerstag habe ich eine echte Trainingseinheit – und wir müssen schnell lernen“, fordert Hjulmand. Das Team befindet sich nach zahlreichen Transfers noch im Aufbau: „Wir sind dabei, eine Mannschaft aufzubauen, aber wir haben nicht viel Zeit, wir müssen schnell vorankommen und Ergebnisse erzielen.“ Die Spieler kennen sich noch nicht richtig, Automatismen fehlen.

Hjulmand betont die Bedeutung einer klaren Struktur und einfacher Abläufe: „Es ist sehr, sehr wichtig, mit einer sehr, sehr einfachen Struktur von klaren Bildern auszugehen, auf den Platz zu gehen und das mit Qualität umzusetzen. Es ist sehr, sehr wichtig, dass wir klarer sind und die Struktur besser sein muss.“ Ihm fehlt es an Routinen und einem festen Kern, der für Stabilität sorgt.

Auch Stürmer Malik Tillman sieht Defizite im Zusammenspiel: „Es fehlen einfach noch ein paar gewisse Abläufe. Es fehlen die Kombinationen. Die kommen natürlich durch die Spiele, durch Training, durch einen gewissen Spielplan, aber mit der Zeit müssen wir einfach diesen Rhythmus finden.“ Die Mannschaft muss sich noch finden, und dies soll nun mit möglichst viel Kontinuität gelingen.

Hjulmand will künftig möglichst häufig mit derselben Startelf antreten, um Automatismen zu fördern: „Wir haben noch nicht zwei Spiele nacheinander mit denselben Spielern gespielt. Es ist auch wichtig, dass wir einen Kern finden, mit dem wir spielen“, betont er. Jeder Spieler müsse wissen, wie Chancen kreiert und das Spiel aufgebaut werden sollen.

Nach knapp zwei Wochen im Amt hat Hjulmand nicht nur viele Baustellen identifiziert, sondern auch ein besseres Verständnis für seine Mannschaft entwickelt. „Ich habe jetzt ein viel besseres Gefühl für die Spieler und was sie zusammen leisten können“, erklärt der Trainer. Dennoch sei ein zügiger Lernprozess unerlässlich: „Ich habe auch von den Spielern gelernt, aber wir müssen sehr schnell weiterarbeiten.“ Ziel bleibt, schnell sichtbare Fortschritte zu erzielen.

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