Heuer Fernandes sorgt für Überraschung: Steht er wirklich hinter seinem Trainer?

Heuer Fernandes sorgt für Überraschung: Steht er wirklich hinter seinem Trainer?

Sechs Jahre lang arbeitete Daniel Heuer Fernandes darauf hin, wieder in der Bundesliga für den Hamburger SV aufzulaufen. Nach nur sieben Einsätzen für Darmstadt 98 bekam er nun gegen Borussia Mönchengladbach seine Chance – und nutzte sie eindrucksvoll. Der Torhüter zeigte eine starke Leistung, blieb ohne Gegentor und war maßgeblich am 0:0 beteiligt.

Bereits nach 28 Minuten verhinderte Heuer Fernandes mit einer Parade gegen Franck Honorat einen möglichen Rückstand. Im weiteren Spielverlauf lenkte er einen gefährlichen Schuss von Rocco Reitz um den Pfosten und überzeugte durch seine Spielbeteiligung. Damit rechtfertigte er die erst kurz vor dem Spiel getroffene Entscheidung seines Trainers, ihn als Nummer eins aufzustellen.

Merlin Polzin hatte bis kurz vor dem Spiel offengelassen, ob er auf den erfahrenen Aufstiegskeeper oder doch auf Bayern-Leihgabe Daniel Peretz setzen würde. Erst zwei Tage vor Anpfiff fiel die Entscheidung zugunsten von Heuer Fernandes. Diese Wahl sorgte auch in München für Verwunderung, da man bei Bayern auf Spielpraxis für Peretz gehofft hatte.

Heuer Fernandes zeigte sich erleichtert über das Vertrauen seines Trainers. „Ich freue mich natürlich, dass ich weiter meine Leistung zeigen und der Mannschaft helfen kann. Es ist eine Konkurrenzsituation, ich habe versucht, nur auf mich zu schauen.“ Seine Strategie zahlte sich aus, nachdem er bereits in Test- und Pokalspielen überzeugt hatte.

Trainer Polzin lobte seinen Torwart explizit: „Ferro gibt der Mannschaft einfach Stabilität.“ Diese Stabilität war auch gegen Mönchengladbach das zentrale Element im Hamburger Spiel. Abgesehen von kurzen Phasen zu Beginn und Ende des Spiels konzentrierte sich der HSV auf die Defensive und setzte die im Training erarbeiteten Vorgaben um.

Heuer Fernandes betonte nach dem Spiel die Bedeutung der Mannschaftsleistung: „Die Art und Weise unseres Auftritts spricht für uns, wir haben das Zentrum eng gehalten. Dass Mönchengladbach mehr Spielanteile haben würde, war klar, das war auch der Plan.“ Für ihn stand fest: „Jeder hat gesehen, dass wir die Bundesliga angehen können. Ich bin stolz auf die Mannschaft.“

Bereits am kommenden Freitag wartet das Stadtderby gegen den FC St. Pauli, das für zusätzliche Spannung sorgt. Die mitgereisten HSV-Fans bereiteten das Team schon nach dem Abpfiff darauf vor. Heuer Fernandes, der das Derby schon aus der 2. Liga kennt, sagt: „Die Spannung wird sich jetzt von Tag zu Tag aufbauen. Jeder weiß, dass Freitag die Hölle los sein wird.“

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