Jenz schockt Fans: Er jubelt, aber bleibt stumm!
Der VfL Wolfsburg hat in der ersten Runde des Pokals mit einem überzeugenden 9:0-Sieg gegen den SV Hemelingen einen klaren Erfolg gefeiert. Doch trotz dieses eindeutigen Ergebnisses hat der Klub nun mit neuen Problemen in der Abwehr zu kämpfen, nachdem sich Denis Vavro während des Spiels verletzt hat.
Die Szenen nach dem Spiel im Bremer Weserstadion zeichneten ein besorgniserregendes Bild: Vavro humpelte schwer und musste sich an der Leiste halten. Eine genaue Diagnose stand am Sonntag noch aus, aber es wird befürchtet, dass er längere Zeit ausfallen könnte.
Vavros Ausfall trifft die Wolfsburger zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da sie ohnehin noch Verstärkungen auf der rechten Abwehrseite und im Sturm suchen. Nun tut sich auch in der Innenverteidigung eine Lücke auf, was die Planungen zusätzlich erschwert.
Moritz Jenz, der nach seiner Rückkehr aus Mainz eigentlich keine Zukunft mehr beim VfL sah, musste für den verletzten Vavro einspringen. Er nutzte seine Chance, erzielte das 1:0 und rückt plötzlich wieder in den Fokus des Teams. Seine Zukunft in Wolfsburg schien bereits geklärt, da er nicht bleiben wollte und für den Verein keine große Rolle mehr spielte.
Trotz zahlreicher Anfragen, unter anderem von Besiktas Istanbul, kam ein Wechsel bisher nicht zustande, da kein Angebot den Vorstellungen von Jenz entsprach. Nun dürfte ein Abgang noch schwieriger werden, da der VfL ihn angesichts des drohenden Ausfalls von Vavro dringend benötigt.
Trainer Paul Simonis sieht Jenz offenbar vor dem eigenen Nachwuchsspieler David Odogu, der für das Pokalspiel gar nicht nominiert war. Das könnte auch bei Odogu die Überlegungen über einen Vereinswechsel verstärken.
Die Frage, ob Wolfsburg Jenz jetzt noch abgeben kann, beantwortete Sportdirektor Sebastian Schindzielorz deutlich: „Mit dem Ausfall von Denis sieht man, dass man die Breite braucht, insofern stellt sich die Frage für uns nicht.“
Jenz selbst äußerte sich nach dem Spiel nicht, obwohl er sonst als kommunikativ gilt. Dass er nach dem Erfolg in Bremen inklusive seines eigenen Treffers keine Stellung nehmen wollte, spricht Bände. Die Personalfragen in der Wolfsburger Abwehr sind damit noch längst nicht abschließend geklärt.




