Spektakulärer Millionen-Deal: Manchester United schnappt sich Sesko und lässt Leipzig jubeln

Im Transferpoker um Benjamin Sesko konnte sich Manchester United gegen Newcastle United durchsetzen. Bereits am Donnerstagmorgen zeichnete sich ab, dass eine Entscheidung in dem Wettstreit um den slowenischen Stürmer bevorstand. Delegationen beider englischer Klubs reisten nach Leipzig, um mit RB Leipzig eine Einigung zu erzielen.

Manchester United gewann schließlich das Rennen um Sesko. Der 21-jährige Angreifer steht kurz vor der Unterschrift eines Vertrags bis 2030 bei den Red Devils, vorausgesetzt, er besteht den medizinischen Test. Für RB Leipzig bedeutet der Deal eine der höchsten Ablösesummen der Vereinsgeschichte.

Die fest vereinbarte Ablöse beträgt laut Informationen 76,5 Millionen Euro. Zusätzliche 8,5 Millionen Euro können durch leicht erreichbare Bonuszahlungen hinzukommen. Manchester United übernimmt zudem einen Solidaritätsbeitrag von 3,5 Millionen Euro, der als Ausbildungsentschädigung gezahlt wird.

Leipzig sicherte sich außerdem eine Beteiligung am Weiterverkauf sowie die Zusage eines Testspiels gegen Manchester United. Damit nähert sich der Transfer dem Rekordverkauf von Josko Gvardiol, der vor zwei Jahren für 90 Millionen Euro zu Manchester City wechselte.

Ausschlaggebend für den Wechsel war Sesko selbst, der sich trotz des schwachen Abschneidens von Manchester United in der vergangenen Saison für den englischen Rekordmeister entschied. Für ihn überwog offenbar der Reiz des Traditionsklubs gegenüber der sportlichen Perspektive, mit Newcastle in der Champions League zu spielen.

Ein weiterer Faktor war die Verbindung zu Christopher Vivell, dem Director of Recruitment bei Manchester United. Vivell hatte bereits 2019 maßgeblich dazu beigetragen, dass Sesko als 16-Jähriger von NK Domzale zu Red Bull Salzburg wechselte und war am Donnerstag ebenfalls in Leipzig präsent.

Für RB Leipzig bedeutet der Transfer ein erhebliches Plus, nachdem man Sesko vor zwei Jahren für 24 Millionen Euro aus Salzburg verpflichtet hatte. Die zusätzlichen Einnahmen sind dringend nötig, da der Verein bereits über 90 Millionen Euro in neue Spieler investiert hat.

Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer nutzte die Konkurrenzsituation geschickt aus, um die Transferbedingungen durchzusetzen. Ein Teil der Einnahmen soll in einen neuen Stürmer investiert werden. Fabio Silva und Romulo bleiben heiße Kandidaten für einen Wechsel nach Leipzig.

Cheftrainer Ole Werner setzt zunächst auf Lois Openda im Sturmzentrum, ein Abgang des Belgiers ist nach Seskos Wechsel ausgeschlossen. Die Rückkehrer Timo Werner und André Silva sollen den Verein dagegen weiterhin verlassen. Insbesondere Werners geplanter Wechsel zu Werder Bremen scheitert bislang an finanziellen Hürden. Ein Wechsel zum Schwesterklub in New York ist ebenfalls möglich, jedoch zögert Werner wegen finanzieller Einbußen.

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