Vom Drittligisten zum Europa-League-Helden: Makengo schreibt unglaubliche Geschichte

Vom Drittligisten zum Europa-League-Helden: Makengo schreibt unglaubliche Geschichte

In der kommenden Spielzeit dürfte beim SC Freiburg erneut ein intensiver Wettbewerb um die Position des Linksverteidigers entstehen. Christian Günter, der erfahrene Kapitän, und Jordy Makengo liefern sich ein enges Duell um den Stammplatz. Zwischenzeitlich hatte Makengo Günter vertreten, als dieser verletzt war, wurde jedoch später wieder auf die Bank gesetzt, bevor er sich zuletzt erneut in den Vordergrund gespielt hat.

Im letzten Testspiel des Trainingslagers in Schruns gegen Dynamo Dresden offenbarte Makengo jedoch Schwächen. In den zweiten 60 Minuten auf dem Platz verlor er den entscheidenden Zweikampf vor dem 0:2 und verursachte zudem einen Elfmeter, den Torwart Florian Müller aber parieren konnte. Für Makengo war dies symptomatisch für seine eigenen Defizite, wie er selbst einräumte: „Da habe ich am Anfang in Freiburg viele Fehler gemacht, aber ich habe mich da verbessert.“

Makengo sieht bei sich Fortschritte, betont aber auch, weiterhin an seinen Schwächen arbeiten zu müssen. „Auch bei Kopfbällen bin ich besser geworden, muss aber weiter daran arbeiten, auch an meinen Flanken und dem ersten Kontakt – insgesamt habe ich aber viele Fortschritte gemacht im vergangenen Jahr.“ Dennoch empfand er die vergangene Saison als herausfordernd, da er seltener zum Einsatz kam.

Obwohl Makengo mit 20 Bundesligaeinsätzen nur einen weniger als in der Saison zuvor verbuchen konnte, sammelte er insgesamt weniger Spielminuten, da er in der vorherigen Spielzeit auch in der Europa League dabei war. Sein Startelfdebüt bei den Profis feierte er im November 2023 im Heimspiel gegen Olympiakos Piräus. „Das war ein top Gefühl, ich war etwas nervös, aber das hat sich im Spiel gelegt“, erinnerte sich Makengo. „Das war ein toller Abend, wir haben 5:0 gewonnen, und ich habe ein Tor vorbereitet.“

Zu seinen besonderen Erinnerungen zählt Makengo neben diesem Spiel auch seine zweite Saison in der Dritten Liga mit Freiburg, als er Stammspieler war und das Team am Ende den zweiten Platz erreichte. „Wir hatten eine tolle Gruppe und Mannschaft, und bei Thomas Stamm habe ich viel gelernt, ich bin ihm sehr dankbar“, erklärte er über seinen ehemaligen Trainer.

Beim Test gegen Dresden traf Makengo nicht nur auf Stamm, der nun Dynamo Dresden trainiert, sondern auch auf einige frühere Teamkollegen. Inzwischen hat er beim SC Freiburg den dritten Trainer: Nach Stamm und Christian Streich ist nun Julian Schuster verantwortlich. „Für mich hat sich nicht viel verändert, ich kenne Schusti schon lange“, sagte Makengo über den neuen Cheftrainer. „Und die Philosophie von der Jugend bis zu den Profis ist auch weiterhin die gleiche.“

Während seiner vier Jahre in Freiburg habe Makengo nach eigenen Angaben viel nicht nur sportlich, sondern auch menschlich gelernt. Trotz des schwierigen letzten Jahres verlängerte er seinen Vertrag im Breisgau, da er das Vertrauen des Vereins spüre: „Ich habe immer das Vertrauen gespürt, deswegen bleibe ich hier.“

Makengo verdrängte am Ende der Vorsaison Kapitän Günter mehrfach auf die Bank, während er zu Beginn selbst das Nachsehen hatte. „Günni hat es auch gut gemacht, das hat mich auch gepusht. Ich muss dran bleiben, arbeiten und meine Chance nutzen, wenn ich sie kriege“, betonte er. „Aber ich darf mir auch nicht zu viel Druck machen, mich nicht zu sehr stressen.“

Für die kommende Saison setzt sich Makengo das Ziel, weiter an sich zu arbeiten und mehr Scorerpunkte zu sammeln. Die zusätzlichen Spiele durch die erneute Teilnahme an der Europa League bieten ihm dafür neue Gelegenheiten, sich zu beweisen.

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