Poulsen sorgt mit Seitenwechsel für Aufsehen!
Yussuf Poulsen absolviert weiterhin ein individuelles Trainingsprogramm beim HSV in Herzogenaurach, da er im Vergleich zu seinen neuen Teamkollegen eine Woche Rückstand hat. Trotz dieses Rückstands hofft der Däne, bereits am Samstag sein Debüt für den Hamburger SV geben zu können. Das Team bleibt noch bis Freitag im Trainingslager, bevor es für einen letzten Test nach Graz weitergeht.
Poulsen trainierte auch am zweiten Tag getrennt vom Team, was auf seinen verspäteten Trainingsbeginn nach seiner Zeit bei RB Leipzig zurückzuführen ist. „Ich komme aus dem Urlaub, die anderen Jungs sind bereits länger im Training. Jetzt wollen mich die Trainer langsam aufbauen, damit ich nicht zu früh zu viel mache“, erklärt er die Situation.
Das Engagement von Poulsen beim HSV ist langfristig angelegt. Trainer Merlin Polzin hat dem erfahrenen Angreifer klar vermittelt, welche Rolle er ihm im Team zuschreibt. „Der Trainer hat sehr genau gesagt, wie er mit mir plant und was er mit mir vorhat. Ich finde es geil, einen Trainer zu haben, der so einen klaren Plan für mich hat. Wenn er schon von Weitem so gut beobachten kann, dann freue ich mich jetzt sehr darauf, dass ich unter ihm trainieren darf.“
Ein weiterer Grund für Poulsens Wechsel nach Hamburg war die besondere Ausstrahlung des Vereins. Trotz einer Abfindung durch RB Leipzig verzichtete der 31-Jährige auf finanzielle Vorteile, um zum HSV zu wechseln. „Für mich spielt Geld nicht diese Rolle. Ich liebe es, Fußball zu spielen und will dies auf dem höchstmöglichen Niveau tun“, betont Poulsen.
Er erinnert sich an seinen ersten Kontakt mit dem HSV: Im Alter von elf Jahren erlebte er im Kopenhagener Parken-Stadion den dramatischen UEFA-Cup-Sieg der Hamburger durch ein spätes Elfmetertor von Rafael van der Vaart. „Ich war damals im Oberrang hinter dem Tor, in das van der Vaart getroffen hat. Ich stand direkt über und mit den HSV-Fans.“
Poulsen verrät, dass er sich damals keine VIP-Tickets leisten konnte und zusammen mit seinem Onkel spontan versuchte, ein Ticket zu ergattern. „Das war die einzige Möglichkeit.“ Obwohl er damals eigentlich für Kopenhagen hielt, beeindruckte ihn die Atmosphäre der Hamburger nachhaltig: „Das ist immer noch so sehr in meinem Gehirn wie kein anderes Fußballerlebnis aus dieser Zeit. Die Bilder werden nie aus meinem Kopf sein, es war brutal zu sehen und zu spüren.“
Zwanzig Jahre später steht Poulsen nun auf der anderen Seite und ist bereit, beim HSV eine zentrale Rolle zu übernehmen.




