Beim HSV droht der totale Helden-Absturz!

Beim HSV droht der totale Helden-Absturz!

Die Stimmung beim Hamburger SV ist zum Saisonstart von Veränderungen und Herausforderungen geprägt. Bei knapp 40 Grad begann Trainer Merlin Polzin seine erste öffentliche Einheit als Bundesliga-Coach. Neben dem neuen Angreifer Rayan Philippe wurden drei weitere Mitglieder für das Trainerteam vorgestellt, um die Anforderungen der Bundesliga zu bewältigen.

Felix Wolfmeier wird künftig als Spielanalyst eingesetzt, Basil More-Chevalier übernimmt das Performance-Management und Max Bergmann verstärkt das Trainerteam als zusätzlicher Co-Trainer. Diese Neuzugänge unterstreichen die Absicht des HSV, sich gezielt auf die kommende Bundesliga-Saison vorzubereiten und den Kader zu stärken.

Sportvorstand Stefan Kuntz brachte die Zielsetzung auf den Punkt: „Wir sind gekommen, um zu bleiben.“ Dabei bleibt es nicht bei markigen Worten, denn laut Kuntz habe das Trainerteam analysiert, dass die Intensität und Laufleistungen aus der Vorsaison in der Bundesliga nicht ausreichen würden. „Aus dieser Analyse heraus haben wir unsere Bedürfnisse festgelegt.“

Claus Costa, Sportdirektor des HSV, betont, dass die Spielweise angepasst werden müsse: „Wir werden in der Bundesliga mutmaßlich nicht mehr so viel Ballbesitz und so viel Dominanz haben.“ Der HSV müsse künftig mehr gegen den Ball arbeiten, weshalb auch die Zusammenstellung des Kaders überdacht werde.

Trainer Merlin Polzin erklärte, dass das derzeitige Team noch nicht endgültig sei und weitere Veränderungen zu erwarten seien. „Es wird sich auf jeden Fall noch etwas verändern. Die Bundesliga stellt gewisse Anforderungen, und wir müssen uns bewusst sein, dass wir uns anpassen müssen, was Intensität oder auch das Verteidigungsverhalten angeht. Wir sind sehr kritisch bei der Kaderplanung.“

Deutlich wird, dass der HSV nicht nur die Breite, sondern auch die Spitze des Kaders neu besetzen will. Selbst etablierte Spieler wie Kapitän Sebastian Schonlau, Mittelfeldspieler Jonas Meffert und Stürmer Robert Glatzel könnten ihre Stammplätze verlieren, da ihnen laut Verantwortlichen die nötige Höchstgeschwindigkeit fehle.

Die Situation um Davie Selke zeigt, dass selbst Aufstiegshelden keine Jobgarantie haben. Seit dem 1. Juli ist Selke vertragslos, nachdem er ein Angebot im März abgelehnt hatte. Polzin will eine Rückkehr nicht grundsätzlich ausschließen, spricht aber bereits in Vergangenheitsform: „Wir wissen alle, was wir im letzten Jahr auf und auch außerhalb des Platzes an Davie hatten.“

Trotz aller Umbrüche blickt der HSV realistisch nach vorne. Die Verantwortlichen sind sich einig, dass Anpassungen und ein kritischer Umgang mit der Kaderplanung notwendig sind, um in der Bundesliga bestehen zu können.

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