St. Pauli zockt um Yokota: wird der Transfer zum Millionendeal?

St. Pauli zockt um Yokota: wird der Transfer zum Millionendeal?

Beim FC St. Pauli steht ein großer personeller Umbruch bevor, nachdem bereits mehrere wichtige Offensivspieler den Verein verlassen haben. Besonders schmerzlich für die sportliche Leitung ist der Abgang von Morgan Guilavogui zum RC Lens und Elias Saad zum FC Augsburg. Während die Suche nach passenden Nachfolgern läuft, deutet sich mit Philipp Treu der nächste Abschied an.

Die Verträge von Simon Zoller, Andreas Albers und Johannes Eggestein wurden bewusst nicht verlängert, doch Guilavogui und Saad hätte der Verein gerne gehalten. Auch bei Schienenspieler Philipp Treu bestand Interesse an einer Verlängerung, doch der 24-Jährige entschied sich dagegen. Seine Zukunft hängt eng mit der von Freiburgs Kiliann Sildillia zusammen.

Treu, der ursprünglich aus Mannheim stammt und im Breisgau ausgebildet wurde, möchte offenbar zum SC Freiburg zurückkehren. Sollte Freiburg für Sildillia eine Ablösesumme erhalten, könnte dieses Geld direkt in Treus Verpflichtung investiert werden. Für St. Pauli stellt sich die Frage, ob man nach den bereits erfolgten Abgängen einen weiteren Leistungsträger ziehen lassen kann.

Präsident Oke Göttlich erklärte dazu im kicker-Interview: „Es kann auch den Fall geben, dass die Sportliche Leitung entscheidet, mal einen Protagonisten ein Jahr später ablösefrei ziehen zu lassen, wenn sie davon überzeugt ist, dass er für unser Ziel entscheiden kann.“

Im Fall von Elias Saad entschied sich St. Pauli, ein Jahr vor Vertragsende eine Ablöse von rund zwei Millionen Euro aus Augsburg zu akzeptieren. Die Verantwortlichen hatten anscheinend bereits einen potenziellen Ersatz im Blick, bevor der Transfer offiziell wurde. Das Interesse an Daisuke Yokota ist groß, allerdings gibt es noch finanzielle Hürden zu überwinden.

Yokota, in der vergangenen Saison an den 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen, überzeugte dort vor allem in der Hinrunde. Am Ende der Saison kam er auf 25 Einsätze, vier Tore und drei Vorlagen, was einen guten Eindruck hinterließ. Der 25-jährige Japaner steht bei KAA Gent noch bis 2027 unter Vertrag.

Gent fordert eine Ablösesumme von vier Millionen Euro, was für St. Pauli eine hohe Hürde darstellt. Der Verein versucht daher, den Preis zu drücken, steht aber unter Zugzwang, weil bereits sechs Offensivkräfte, einschließlich Leihspieler Noah Weißhaupt, den Klub verlassen haben. Bisher konnten mit Ricky-Jade Jones und Mathias Pereira Lage erst zwei neue Angreifer verpflichtet werden.

St. Pauli muss in den kommenden Wochen wichtige Entscheidungen treffen, um die entstandenen Lücken im Kader zu schließen und weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben. Die Entwicklung auf dem Transfermarkt bleibt daher mit Spannung zu beobachten, da die Kiezkicker vor einer herausfordernden Saison stehen.

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