kwasniok schockiert: „wenn sie einen langweiligen trainer suchen, sind sie bei mir an der falschen adresse“

kwasniok schockiert: „wenn sie einen langweiligen trainer suchen, sind sie bei mir an der falschen adresse“

Lukas Kwasniok trat erstmals als Cheftrainer des 1. FC Köln vor die Presse und sprach offen über seine Erwartungen und Ziele. Der neue Coach brachte dabei seine Motivation zum Ausdruck, sich der Herausforderung Bundesliga zu stellen. Besonders das emotionale Umfeld in Köln reizt ihn sehr.

Sportdirektor Thomas Kessler erklärte, dass Kwasniok sein Favorit für den Trainerposten war. Schon dessen Arbeit bei Saarbrücken und Paderborn hatte auf ihn Eindruck gemacht. Kessler lobte die Spielphilosophie Kwasnioks und betonte, dass dessen Persönlichkeit gut zum Verein passe.

Kwasniok schilderte, wie spontan die Entscheidung für den Wechsel nach Köln fiel. „Es gibt Momente im Leben, da trifft es dich und du kannst nicht nein sagen. Für mich war wenige Tage später klar: Ich will nur eines, nach Köln.“ Diese Aussage unterstrich seine Begeisterung für die neue Aufgabe.

Für den 44-jährigen Trainer steht fest, dass der FC einer der traditionsreichsten Klubs in Deutschland ist. Die Rückkehr in die Bundesliga sieht er als großen Anreiz, betonte aber auch die Herausforderungen, die durch die emotionale Atmosphäre entstehen können. „In der Emotionalität verliert der Mensch manchmal ein wenig die Intelligenz“, mahnte er.

In Bezug auf seine Arbeit als Trainer bezeichnet sich Kwasniok als bodenständig und flexibel. Er wolle, dass die Mannschaft mit Herz spielt und die Fans begeistert. „Am Ende sind wir hier in einer Showbranche und deswegen wollen wir, dass die Fans sagen: Diese Mannschaft lässt ihr letztes Hemd, die spielen Fußball mit Herz.“

Zu seinen Zielen sagte Kwasniok: „Hier geht es aber erst mal darum, den Tanker in möglichst ruhige Gewässer zu führen. (…) Es wäre schön, wenn wir vor Gladbach landen könnten. Das gibt jetzt eine Schlagzeile, aber das war auch ein bisschen geplant (lacht).“

Vergleiche mit dem früheren Trainer Steffen Baumgart sieht Kwasniok mit Gelassenheit. Zwar gäbe es Ähnlichkeiten, aber auch deutliche Unterschiede in der Fußballphilosophie. Entscheidend sei der Erfolg der Mannschaft.

Beim Thema Kaderplanung bleibt Kwasniok pragmatisch. Er geht davon aus, dass es sowohl Abgänge als auch Zugänge geben wird, will sich aber vor allem auf die vorhandenen Spieler konzentrieren. Transfers von früheren Spielern aus Paderborn schließt er nicht kategorisch aus, hält aber wenig von einer reinen Übernahme.

Kwasniok betonte außerdem die Bedeutung eines offenen und herzlichen Umgangs mit Medien und Fans. Er will für eine authentische Atmosphäre sorgen und bleibt sich bei seinen Aussagen treu: „In der Kabine sind Frotzeleien Standard und wenn ich jemanden als Osterhase bezeichne, ist das keine Beleidigung.“

Ein weiteres Thema war der Umgang mit Talenten. Kwasniok sieht die Qualität der Spieler als entscheidend an. Junge Spieler wie der U-19-Nationalspieler Said El Mala sollen behutsam aufgebaut werden. „Ich freue mich auf ihn, aber wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Er ist ein junger Spieler mit einer tollen Entwicklung, die aber noch nicht abgeschlossen ist.“

Abschließend sprach Kwasniok über den Sinn des Lebens, den er darin sieht, gute Beziehungen aufzubauen. Der gemeinsame Einsatz für den Verein und gegenseitiger Respekt seien für ihn grundlegend. „Wir sollten uns als Menschen respektieren, auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind.“

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