Wie HSV und Pauli verzweifelt um Rettung kämpfen und was das Derby nun bedeutet

Vor dem Freitag-Derby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV treffen sich die Verantwortlichen zunächst zu freundlichen Gesprächen. Doch wenige Minuten später beginnt ein Duell mit enormer Bedeutung. Beide Clubs kämpfen gegen den Abstieg und benötigen dringend Punkte. Pauli belegt Tabellenplatz 18, der HSV steht auf Rang 14. Es ist deutlich mehr als nur ein gewöhnliches Stadtderby.

HSV-Trainer Merlin Polzin betont die hohe Bedeutung: „Es geht um immens wichtige Punkte“ für beide Mannschaften. Die Situation ist ernst, doch bei St. Pauli herrscht kein Krisengefühl. Trainer Alexander Blessin bewies bereits in der Vorsaison seine Fähigkeit im Abstiegskampf und führte Pauli zu sicherer Rettung. Deshalb steht sein Posten nicht zur Debatte.

Obwohl St. Pauli elf Spielverluste verzeichnet, gibt es Grund für Hoffnung. Das Team steht im DFB-Pokal-Viertelfinale und verlor viele Bundesliga-Partien durch Unglück statt mangelnde Leistung. Manager Andreas Bornemann lobt seinen Trainer als inhaltlich und menschlich sehr kompetent. Vereint rettete man die Klasse vor einem Jahr—diese Geschlossenheit ist auch jetzt entscheidend für Erfolg.

Bornemann bestätigt, dass einige Schiedsrichter-Entscheidungen ungünstig ausfielen, etwa der umstrittene Elfmeter in Dortmund. Doch das Team konzentriert sich nach intern getroffener Entscheidung nicht auf Kritik. Der Fokus bleibt auf dem Klassenerhalt. Die Paulianer verstehen, dass jeder Punkt im Abstiegskampf wertvoll ist und bleiben emotional stabil statt verbittert.

Der HSV ist hochmotiviert nach der 0:2-Niederlage aus der Hinrunde. Die Fans forderten bereits Reaktion und Spieler wie Nicolai Remberg sind entschlossen. Polzin analysierte intensiv Paulis Spielweise: kompakt, sicher, mit wenigen Großchancen. Der Trainer plant mit Emotion und Frustrations-Toleranz ins Spiel zu gehen, ähnlich wie beim Sieg gegen Bremen.

Remberg ist überzeugt, dass der HSV gegenüber der Hinrunde deutlich weiter entwickelt ist. Die Mannschaft machte große Fortschritte nach holprigem Start. Auch die Affäre um Sportvorstand Stefan Kuntz, dessen Vertrag gekündigt wurde, soll nicht ablenken. Finanzvorstand Eric Huwer betont intern, dass der Club von Teamgeist und allen Mitarbeitern abhängt, nicht von Einzelnen. Nur durch Zusammenhalt können beide Clubs den Abstieg verhindern.

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