Rätsel um BVB-Star Guirassy: Was Matthäus wirklich über den Spieler beobachtet hat
Borussia Dortmund beschäftigt sich intensiv mit der Formkrise von Stürmer Serhou Guirassy. Der 29-jährige Guineer hat in seinen letzten sieben Ligaspiele keine Tore oder Vorlagen erzielt und wirkt dabei gehemmt. Sky-Experte und Weltmeister Lothar Matthäus äußerte in der Sendung „Sky90 – die Fußballdebatte“ eine bemerkenswerte Beobachtung zur psychischen Verfassung des Angreifers.
Matthäus analysierte Guirassys Leistungsabfall differenziert. Der Stürmer habe in dieser Saison zwar fünf Bundesliga-Tore erzielt, doch diese konzentrierten sich auf die ersten Spieltage. Der TV-Experte betonte, dass Guirassy mental nicht vollständig präsent wirkt. Trainer Niko Kovac beobachte die Situation aufmerksam, ohne seinen Spieler fallen zu lassen. Der Weltmeister wies auf Guirassys fehlende Körpersprache hin, die deutlich von der Dynamik des Ersatzspielers Fabio Silva unterscheide.
Nach Matthäus‘ Einschätzung sollte sich Guirassy weniger Gedanken machen und stattdessen wieder mit Freude und Leichtigkeit Tore erzielen. Trainer Kovac erkenne, wie wertvoll der Guineer für Dortmund war und weiterhin sein könnte. Silva warte hungrig auf seine Gelegenheit und demonstriere durch seine Körpersprache größere Einsatzbereitschaft. Eine Rückkehr zur Torform würde Guirassy aus dieser Phase befreien.
Neben Guirassy thematisierte Matthäus die mögliche Vertragsverlängerung von Bayern-Verteidiger Dayot Upamecano. Der 27-Jährige habe in den letzten zwölf bis achtzehn Monaten stabile Leistungen erbracht und sei damit ein Vertrag würdig. Anfangs habe Upamecano viele Fehler gemacht und sei an mehreren Gegentoren beteiligt gewesen. Inzwischen verfüge er über etablierte Positionen im Team und Anerkennung des Vereins. Trotz hoher Summen bewertete Matthäus einen Deal positiv.
Zur Torhüterdiskussion der Nationalmannschaft äußerte sich Matthäus ebenfalls. Marc-André ter Stegen werde bei Girona keine Spielzeit bekommen, da ein Wechsel aufgrund seiner persönlichen Situation unrealistisch sei. Oliver Baumann sei deshalb sein Favorit für die Nummer-eins-Position bei anstehenden internationalen Turnieren.




